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Reisebericht AIDAperla – Seetag & Civitavecchia

Tag 2

Das verspätete Auslaufen der AIDAperla aus Palma de Mallorca gegen 2:00 Uhr hatte ich verschlafen und wachte am nächsten Morgen mit dem Blick auf das Meer auf. Das wir unterwegs sind, merkte ich aber nicht nur beim Blick nach draußen sondern auch am konstanten Schaukeln. Das Rollen von Steuerbord nach Backbord sollte uns den ganzen Seetag begleiten. Vielleicht war das auch der Grund dafür warum ich so gut schlafen konnte.

Werde ich Seekrank?

An den Seegang musste ich mich allerdings erst noch gewöhnen. Zum Glück wurde mir, nicht wie manch anderen, nicht schlecht. Richtig fit fühlte ich mich bis zum Mittag allerdings auch nicht und verbrachte den Morgen in der bereits bekannten Hängematte auf der Veranda. Vorteil einer Hängematte bei Seegang: durch das natürliche hin und her wippen der Hängematte merkt man den Seegang kaum noch.

Die letzten Zweifel ob ich Seekrank werde beseitigte dann aber zum Glück das Mittagessen. Viel Essen und Trinken hat mir auf jeden Fall geholfen.

Überblick verschaffen

Ein großer Vorteil eines Seetags zu Beginn der Kreuzfahrt ist, dass man genügend Zeit hat um das Schiff zu erkunden und sich einigermaßen zu Recht zu finden. Bei den vielen Restaurants auf drei verschiedenen Decks kann man schon einmal den Überblick verlieren. Die in den Treppenhäusern befindlichen Touch-Displays helfen auf jeden Fall falls man nicht mehr weiter weiß.

Am Ende des Tages war ich zumindest soweit, dass ich immer zu meiner Kabine zurückfand. Da sie in der Nähe des mittleren Treppenhauses war, konnte man es sich aber auch gut merken.

Die Minigolfbahnen sind besonders im Dunkeln ein Hingucker.

AIDA-Kennenlerntreff

Am Abend ging ich noch zum AIDA-Kennenlerntreff der auf jeder Reise an Bord von AIDA stattfindet. Hier hat man die Möglichkeit Mitreisende kennen zu lernen. Das Angebot nutzen natürlich vor allem Alleinreisende. Auf diese Weise sind nicht nur Bekanntschaften, sondern auch schon langfristige Freundschaften entstanden.

Wir waren allerdings ganz schön viele. Bei rund 30 Personen wird die kurze Vorstellungsrunde dann auch etwas länger. Nach einem Sekt ging es dann zum gemeinsamen Abendessen ins Brauhaus. Hier verbrachte ich dann die nächsten Stunden und konnte mich mit Mitreisenden und auch unserem Gästebetreuer unterhalten.

Karaoke wird zum Höhepunkt

Ebenfalls zu den traditionellen Programmpunkten gehört das Karaoke singen im Brauhaus jeder AIDA. Nach zögerlichen Beginn füllte sich das Brauhaus zunehmend und die Stimmung wurde entsprechend besser. Die fehlende Anfangsmotivation nahm nun ab und es fanden sich nun auch einige Freiwillige für die Bühne.

Alles in allem war es ein gelungener Abend mit netten Leuten. Bevor es ins Bett ging war es nun aber noch Zeit für ein Softeis im Fuego.

 

Tag 3

Ankunft in Civitavecchia

Blick in den Hafen von Civitavecchia. Im Hintergrund liegt die AIDAperla.

Civitavecchia begrüßte uns mit Sonnenstein und einem blauen Himmel. Für die meisten Passagiere hieß es nun schnell von Bord und auf nach Rom. Für mich hingegen, Ausschlafen und entspannt zum Frühstück. Da ich Rom bereits kenne, sparte ich mir den stressigen Blitzbesuch in der italienischen Hauptstadt.

Im Anschluss fuhr ich mit dem kostenlosen Hafenshuttle nach Civitavecchia und drehte eine kurze Runde durch die  Hafenstadt. Es gibt eine schöne Promenade und eine gute Aussicht auf das Meer. Die Innenstadt selbst hat eher weniger zu bieten, ist für einen kleinen Bummel aber auf jeden Fall ausreichend. Kurzgesagt kann man in zwei bis drei Stunden nahezu alles sehen und etwas Landluft schnappen. Zum Mittagessen war ich gerade noch wieder rechtzeitig an Bord.

Eislaufen und Klettergarten an Bord

Hafentage können auch einen Vorteil haben wenn man an Bord bleibt: es fühlt sich nahezu leer an wenn der Großteil der Passagiere unterwegs ist. Ich nutzte die Chance und meldete mich spontan für den Klettergarten im Four Elements der AIDAperla an.

Bis es soweit war, ging es für mich allerdings erst noch aufs Eis. “Aufs Eis”? wirst du dich jetzt vielleicht Fragen. Aber es stimmt wirklich und ich selbst war auch etwas überrascht als ich es sah. Ein paar Tage zuvor wurde das Sportdeck der AIDAperla zu einem Winterdorf mit Eisfläche umfunktioniert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten – wir sind schließlich im Mittelmeer – hatte die Crew das Eis unter Kontrolle. Völliges Neuland war die Aktion für AIDA allerdings nicht. Den ersten Test hatte es bereits ein Jahr zuvor an Bord der AIDAprima auf der Metropolentour in der Nordsee gegeben.

Ich stand zwar länger nicht auf Kufen und musste mich an den teilweise etwas unebenen Untergrund gewöhnen, doch nach ein paar Runden fand ich zu mehr Sicherheit und konnte das Eislaufen auf dem Mittelmeer richtig auskosten. (Im Vlog kannst du dir das auch anschauen)

Fazit: Wer an Bord die Möglichkeit hat, sollte es definitiv einmal ausprobieren. Neben dem Eislaufen wird abwechselnd auch noch Eisstockschießen und  Trike Bike fahren auf dem Eis angeboten. Dazu in den nächsten Tagen mehr.

 

Der Klettergarten im Four Elements der AIDAperla.

Jetzt war es aber an der Zeit mich auf Deck in die Lüfte zu schwingen. Hoch im Four Elements stand nun der Klettergarten auf dem Progamm.

Nach einer kurzen Einweisung in das Sicherungssystem konnte es auch schon losgehen. Da man über Sicherungsseile gehalten wird, kann man sich völlig frei im Klettergarten bewegen und muss nicht von einer weiteren Person abgesichert werden. Über den Köpfen der Four Elements Besucher ging es nun von Podest zu Podest und über manch schwierige Verbindung. Dazu muss ich sagen, dass der Parcours aus drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen besteht. Das heißt: Wenn man eine Station auslassen möchte, findet sich immer ein alternativer Weg. Da wir an diesem Abend nur zu Dritt waren, war es kein Problem mehrere Stationen doppelt auszuprobieren. Mit der Zeit verbesserte sich auch mein Gleichgewichtssinn und ich konnte mich mutiger und schneller über die Stege und Seile bewegen.

Alles in allem ist es eine kleine sportliche Herausforderung für Jedermann und auf jeden Fall lohnenswert.

Zuletzt noch ein Tipp: Denkt auf jeden Fall daran frühzeitig einen Termin zu reservieren. Es gibt nur bestimmte Kletterzeiten und bei Seegang auf dem Meer kann es auch mal ausfallen. Der Klettergarten ist, wie die Eisbahn übrigens auch, kostenlos zu benutzen.

Zum Reisebericht von Tag 1 geht´s hier.

Alle Vlogs von der Reise findest du hier:

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