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Reisebericht Kanaren & Madeira 4 – AIDAnova

Im März 2019 war es endlich soweit. Nachdem ich bereits 2018 beim Ausdocken und bei der Taufe der AIDAnova in Papenburg dabei war, war es wenige Monate später Zeit das größte Schiff der Kussmundflotte genauer kennen zu lernen. Ich war für eine Woche an Bord und bereiste die sonnenverwöhnten Kanaren und Madeira.

Die Route: Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa) – Puerto del Rosario (Fuerteventura) – Arrecife (Lanzarote) – Gran Canaria – Madeira – Teneriffa

Die AIDAnova in Santa Cruz de Tenerife.
Die AIDAnova in Santa Cruz de Tenerife.

Tag 1 – Anreise mit Umwegen

Meine Reise startete bereits ungewöhnlich früh. Meinen Flug hatte ich direkt über AIDA gebucht und musste daher zunächst einmal von Osnabrück zum Düsseldorfer Flughafen fahren. Durch die frühe Abflugzeit um 07:40 Uhr war es daher nötig, das ich bereits um 0:37 Uhr in den Zug steigen musste. Es stand mir nicht nur eine kurze Nacht im Zug und am Flughafen bevor, sondern auch ein langer Flug mit Umstieg in Madrid. Das Ganze tat der Vorfreude natürlich keinen Abbruch und funktionierte auch Reibungslos.

In Düsseldorf startete mein Flug mit Iberia nach Madrid.
In Düsseldorf startete mein Flug mit Iberia nach Madrid.cof

Dennoch war der Flug, durch das Umsteigen in Madrid, nochmal rund zwei Stunden länger als eine Direktverbindung aus Deutschland. Es war nämlich schon 14:30 Uhr deutscher Zeit als wir auf dem Flughafen Teneriffa-Süd landeten. Also gut sieben Stunden später. Die lange Nacht und Reise machten sich daher auch im Form von Müdigkeit bei mir bemerkbar. Denn auch der Weg vom Flughafen zum Schiff in Santa Cruz de Tenerife nahm noch eine Dreiviertelstunde in Anspruch. Zum Glück konnte ich nach dem schnellen Einchecken dann direkt in die Kabine. Die folgende Dusche tat auf jeden Fall gut, zum Schlafen war an dieser Stelle aber noch keine Zeit.

Die AIDA-Currywurst gibt es auf der Streetfood-Meile auf Deck 7.
Die AIDA-Currywurst gibt es auf der Streetfood-Meile auf Deck 7.

Viel wichtiger war es erstmal etwas zu Essen. Nachmittags oder als kleiner Snack zwischendurch lässt sich das am Besten auf der Streetfood-Meile auf Deck 7 erledigen. Neben der berühmten AIDA-Currywurst gibt es auch Döner und belegte Snacks oder Croissants auf die Hand. Ich entschied mich für die Currywurst, die es in gleich drei verschiedenen Schärfegraden gibt. Sie war, wie gewohnt, einfach lecker und reichte fürs Erste.

Kleiner Passagierwechsel

Eher ungewohnt auf der AIDAnova ist der Passagierwechsel der seinerzeit gleich zweimal pro Woche stattfand. Während der Großteil Samstags in Gran Canaria zustieg, ging es für mich und ein paar Hundert andere erst am Mittwoch in Teneriffa an Bord. Die Route ändert sich nur insofern, als das die Seetage nach Madeira und zurück bei mir am Ende der Reise liegen und sonst direkt am Anfang. Letztendlich hat man so noch mehr Wahlmöglichkeiten beim Termin.

An Bord angekommen ist es daher auch erstmal ungewohnt, dass viele Menschen sich schon eingelebt haben. Obendrein geht das Gefühl der Klassenfahrt mit gemeinsamer An- und Abreise am selben Tag etwas verloren. Es gibt nämlich nicht den ersten und auch nicht den letzten Tag. Alles eben doppelt, genauso wie die Seenotrettungsübung, die alle neuen Gäste am ersten Abend machen müssen. Für die Crew ist das natürlich auch ein größerer Aufwand wenngleich viele logistische Prozesse entzerrt werden können und die Massen nicht ganz so riesig sind. Mir fehlt dabei aber wie gesagt ein wenig das Gemeinschaftsgefühl. Neue Reisebekanntschaften finden sich so auch etwas schwieriger.

Auslaufen & Ab ins Bett

Gegen 22:00 Uhr hieß es dann Leinen los und auf nach Fuerteventura. Ich verfolgte das Auslaufen oben auf Deck 16 und 17. Wer nicht nur durch Glasscheiben schauen möchte, findet auf Deck 17 den besseren Ausblick. Im Anschluss an das Auslaufen bin ich dann, geschafft vom Anreisetag, nur noch ins Bett gefallen.

Das Auslaufen aus dem Hafen war für viele das tägliche Highlight auf einer AIDAnova.
Das Auslaufen aus dem Hafen war für viele das tägliche Highlight auf einer AIDAnova.

Tag 2 – Sport, Spaß, & Action

Die erste Nacht in meiner Innenkabine an Bord der AIDAnova habe ich gut überstanden. Nach den Strapazen des Vortags war es schön, wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können. Dennoch endete mein Schlaf bereits um 6:45 Uhr als mein Wecker klingelte. Da wir gegen 9:00 Uhr Puerto del Rosario auf Fuerteventura erreichen sollten, wollte ich auf keinen Fall den Sonnenaufgang verpassen.

Also schnappte ich mir meine Kamera und machte mich auf die Suche nach einem schönen Platz um den Sonnenaufgang und das Einlaufen in den Hafen zu verfolgen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Dass ich so früh aufgestanden bin hatte aber auch noch einen anderen Grund. Für 9:00 Uhr hatte ich mir ich am Vorabend einen Platz für den Klettergarten gesichert. Nach einem kurzen Frühstück im East Restaurant konnte es gut gestärkt losgehen.

Die AIDAnova im Hafen von Puerto del Rosario auf Fuerteventura.
Die AIDAnova im Hafen von Puerto del Rosario auf Fuerteventura.

AIDAnova Klettergarten

Ein Klettergarten an Bord von AIDA ist ja nichts neues mehr. Mit der Einführung des Four Elements auf der AIDAprima und AIDAperla wurde auf den beiden Schiffen auch ein Klettergarten angelegt. Auf meiner Reise mit der AIDAperla im Mittelmeer hatte ich schon viel Spaß beim Klettern. Ein wichtiger Unterschied zu den beiden Vorgängern sind die, meines Wissens nach, ausgeweiteten Öffnungszeiten. An Hafentagen ist der Klettergarten von 8:00 bzw 9:00 Uhr bis 11:00/12:00 Uhr und am Nachmittag nochmal von 16:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. An Seetagen auch durchgängig von 9:00 bis 21:00 Uhr. Angesichts der Beliebtheit lohnt sich auf jeden Fall eine frühzeitige Reservierung. Pro Stunde können acht Personen gleichzeitig klettern.

Das Ganze beginnt immer mit dem Anlegen der Klettergurte und einer kurzen Einweisung in das Thema Sicherheit und den richtigen Umgang mit den Sicherungskarabinern. Ist das geschafft, geht es nach und nach durch einen kleinen Testparcour und im Anschluss in den Klettergarten selbst. Hier hangelt man sich von Plattform zu Plattform. Meist gibt es zwei verschiedene Wege auf dem Weg zu einer anderen Plattform. Die Hindernisse haben verschiedene Schwierigkeitsstufen, sind aber dennoch allesamt von Klein und Groß zu meistern. Ich hatte außerdem das Gefühl, das der Klettergarten im Vergleich zur AIDAperla etwas leichter ist. Ich kann mich nämlich noch gut daran erinnern, dass ich bei einigen Hindernissen ganz schön Kraft in den Armen brauchte. Das war auf der AIDAnova nicht der Fall.

Die frühe Tour war ein schöner und sportlicher Beginn in den Tag. Sportlich und vor allem nass ging es dann direkt weiter.

Wasserrutschen

An Bord der AIDAnova gibt es nicht nur zwei AIDA Racer Wasserrutschen, sondern noch eine Dritte. Die beiden Racer rutschen haben sich auf der AIDAprima und AIDAperla ebenfalls bewährt und immer für ein Wettrennen gut. Für jeden Lauf wir die Zeit automatisch gestoppt und im Ziel sieht man sofort wer das Rennen gemacht hat. Mit meinen rund zwölf Sekunden kam ich übrigens nicht an den aktuellen Rekord von etwa sieben Sekunden heran. Neben der Technik könnte das auch an fehlenden Masse liegen.

Die dritte und gleichzeitig neue Rutsche trägt den Titel Waterslide. Der name passt insofern gut, als das die Rutsche etwas entspannter als die Racer ist. Bemerkbar macht sich das nicht nur am wärmeren Wasser, sondern auch an der Rutschgeschwindigkeit. Ganz langsam ist sie aber auch nicht. Unterwegs geht es dabei nicht nur durch die gläserne Röhre wie bei den Racern, sondern auch durch mehrere Kurven in absoluter Dunkelheit. Nebenbei gesagt ist die Rutsche auch etwas breiter und höher, sodass man auch ganz normal im Sitzen rutschen kann.

Mein Fazit zu den drei Rutschen fällt gut aus. Die beiden Racer sind ein Highlight für Kinder und wettbewerbsfreudige Erwachsene. Die Waterslide ergänzt das Angebot mit der ruhigeren Art daher perfekt.

Minigolf auf hoher See

Wer schon an Bord der AIDAprima oder der AIDAperla war, weiß bereits, dass auch einige Minigolfbahnen nicht mehr fehlen dürfen. Auf der AIDAnova gibt es nun eine ganze Minigolflandschaft. Neu ist auch der Ort, denn der Minigolfbereich befindet sich nun außen auf Deck 7, direkt angrenzend an der Sportbereich und Outdoor Fitness. Bälle und Schläger gibt es für 4,99 € und Pfand (Bordkarte) an der Rezeption des Sport Bereiches. Die passenden Zettel zum Notieren der Wertung für die acht Bahnen ist natürlich auch dabei.

Die Bahn selbst ist eher ein verkleinerter Golfplatz als eine traditionelle Minigolfbahn. Umgeben von Rasen, ragen hier und da Steine als künstliche Hindernisse hervor. Beim Spielen ist vor allem eins gefragt,Gefühl. Da es links und rechts von der Bahn keine Abgrenzungen außer etwas Kunstrasen gibt, ist mir der ein oder andere Ball von der Bahn gerollt. Spaß machte es aber in jedem Fall. Für Kinder und Familien ist der Spaß ebenfalls garantiert, wenngleich das Spiel, anders als auf der AIDAprima und AIDAperla, mit 4,99€ zu Buche schlägt.

Fisch im Yachtclub-Buffetrestaurant

Nach so vielen Aktivitäten dauert es selbstverständlich nicht lang bis der Hunger aufkommt. Zum Glück gibt es an Bord der AIDAnova 17 Restaurants. Eines der neuen Restaurants ist das Yachtclub Buffetrestaurant. Wie der Name schon andeutet, finden sich hier eher Fischgerichte und andere mediterrane Spezialitäten. Gemeinsam mit dem Oceans Fischrestaurant ergänzt es damit das nun gute Fischangebot. Ich bediente mich vor allem bei den gebackenen Garnelen und den Nudeln.

Dadurch dass das Restaurant direkt an die Lana Bar angrenzt, kann man auch super das Essen mit nach Draußen nehmen. Rund um die beliebte Bar am Heck finden sich zahlreiche Sitzplätze. Perfekt um an der frischen Luft zu Essen, egal ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen.

Wer wird Millionär

Eine weitere Neuheit auf der AIDA ist das Studio X. Es ist das erste professionelle Fernsehstudio auf einem Kreuzfahrtschiff. Wer AIDA kennt, weiß ja bereits, dass sich das ein oder andere bekannte TV-Format wie wer wird Millionär oder The Voice auch auf anderen Schiffen an Bord wiederfindet. Insofern wird mit dem neuen TV-Studio und dem hauseigenen TV-Kanal Prime Time One eine neue Welt eröffnet. Dazu zählen auch Shows zum Mitmachen wie 1,2 oder 3 für Kinder oder die altbekannte Show die Pyramide. Aber auch neue und eigene Formate schaffen es ins TV-Studio. So können Gäste einer Innenkabine sich bei der Upgrade-Show beispielsweise ein Kabinenupgrade und andere Annehmlichkeiten erspielen.

Im neuen Studio X kommt bei Wer wird Millionär echtes Fernseh-Studio Feeling auf.
Im neuen Studio X kommt bei Wer wird Millionär echtes Fernseh-Studio Feeling auf.sdr

Am heutigen Abend stand dann Wer wird Millionär auf dem Programm. Wie im Original haben die Zuschauer durch eine Auswahlfrage zu Beginn der Sendung die Möglichkeit selbst auf dem Stuhl Platz zu nehmen oder im späteren Verlauf als Joker zur Verfügung zu stehen. Das Studio X ist der perfekte Ort für dieses Format und die Geschichten der Teilnehmer und ihre Herangehensweise sorgen immer für Spannung und Unterhaltung. Nicht fehlen darf dabei natürlich auch der Moderator. Auf meiner Reise nahm Danny Bedürftig den Platz von Günther Jauch ein.

Es entwickelte sich ein unterhaltsamer Abend mit gleich zwei Kandidaten. Der Hauptgewinn ist übrigens nicht eine Million Euro sondern eine 14-tägige Karibikreise mit AIDA. Doch auch für jede andere Gewinnstufe gibt es interessante Preise wie ein Abendessen im Steakhouse und einen Gutschein für den Spa-Bereich.

Tag 3 – Mit dem E-Scooter durch Arrecife

Bereits früh am zweiten Tag hatten wir bereits unser nächstes Ziel, Arrecife auf Lanzarote, erreicht. Von Fuerteventura aus sich es schließlich nur ein paar Stunden Fahrtzeit. Während die AIDAnova gegen 1:00 Uhr in der Nacht festmachte, befand ich mich noch im Land der Träume und bekam vom gesamten Manöver nichts mit.

Mit dem Sonnenaufgang erwachte dann auch ich wieder aus meinem Schlaf. Nach einer kurzen Runde an der frischen Luft auf Deck 16, war ich wach genug für das Frühstück. Zunächst hatte nur das East restaurant, gewissermaßen der Frühstücksort für alle Frühaufsteher, geöffnet. Also ging es runter auf Deck 6. Das gute an der frühen Zeit ist auch, dass das restaurant noch wenig besucht ist. Bei der Auswahl unterscheidet sich das East Restaurant nur geringfügig von den großen Restaurants Bella Donna und dem Markt Restaurant. Wer früh aufsteht und in Ruhe frühstücken möchte, ist hier genau richtig.

Die AIDAnova im Hafen von Arrecife auf Lanzarote. Im Hintergrund ist die Zenith von Pullmantur Cruises zu sehen.
Die AIDAnova im Hafen von Arrecife auf Lanzarote. Im Hintergrund ist die Zenith von Pullmantur Cruises zu sehen.sdr

Flotter Flitzer

Bereits nach meiner Ankunft an Bord hatte ich mir für den heutigen Tag einen E-Scooter bei der Landausflugsabteilung reserviert. Während es in Deutschland noch rechtliche Probleme bei der Straßenzulassung gibt, sind die elektrischen Flitzer in Spanien und auch auf den Kanaren bereits verbreitet. Bis zu 25 km/h sind bei einer ungefähren Reichweite von 20 Kilometern möglich.

Der Scooter wartete ab 9:00 Uhr direkt vor dem Schiff auf mich. Um die Abwicklung und die Einführung kümmern sich die Bike-Guides. Die Einführung war kurz und man erhält auf Wunsch einen Helm, ein Schloss und einen Rucksack für die Tour. Pro Tag kostet der E-Scooter übrigens 29,99€ und ist damit eine gute Möglichkeit Orte zu erkunden.

Der E-Scooter die Temple Hall und die AIDAnova in einem Bild.
Der E-Scooter die Temple Hall und die AIDAnova in einem Bild.

Mein Weg führte mich zunächst zum Schiffswrack ganz in der Nähe des Hafens. Die Temple Hall liegt dort seit 1981 unberührt und rostet an der steinigen Küste vor sich hin. Auf dem kurzen Weg dorthin machte ich mich bereits mit meinem Gefährt intensiv vertraut. Beim Straßenverkehr sollte man übrigens immer Vorsichtig sein. Ähnlich wie beim E-Bike unterschätzen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit oder es gibt keine Radwege etc.zum sicheren Fahren.

Beim E-Scooter der AIDAnova reicht ein Finger zum Gas geben aus.
Beim E-Scooter der AIDAnova reicht ein Finger zum Gas geben aus.

Spaß macht der E-Scooter aber in jedem Fall und ich setzte meine Fahrt fort. In Arrecife ist er besonders praktisch da es vom äußeren Liegeplatz rund eine dreiviertelstunde Fußweg bis in das Zentrum ist. Mit dem Scooter konnte ich entspannt an allen Passanten vorbeisausen und auch einige Höhenmeter waren kein Problem.

Im Zentrum umrundete ich zunächst einmal den alten Hafen und setzte meine Fahrt anschließend entlang der Uferpromenade fort. Ohne ein genaues Ziel vor Augen zu haben fuhr ich einfach weiter und behielt meinen Akku im Auge. Schließlich wollte ich auch noch den Rückweg, bei dem mich kräftiger Gegenwind erwartete, schaffen. Nach knapp zehn Kilometern entschloss ich mich daher dann umzudrehen. Unterwegs machte ich noch einen Abstecher an einem weiteren Liegeplatz wo die Pullmantur Zenith zwischenzeitlich festgemacht hatte. Der letzte Stopp folgte an einem kleinen Strand auf dem Weg zum Liegeplatz der AIDAnova. Nach etwas mehr als drei Stunden war ich wieder zurück an Bord.

Fazit des Ganzen: Es macht ohne Ende Spaß und ist ein bezahlbares Vergnügen im Vergleich zu anderen organisierten Ausflügen. Da ich gerne auf eigene Faust unterwegs bin, ist ein flotte und spaßige Möglichkeit ein Reiseziel zu erkunden. Den E-Scooter kann ich daher nur weiterempfehlen.

Zünftige Mahlzeit im Brauhaus

Biergartenwetter an Bord der AIDAnova.
Biergartenwetter an Bord der AIDAnova.

Wie immer, machte auch dieser Ausflug Hunger. Zum Glück war ich zur MIttagszeit wieder an Bord und konnte noch das sonnige Wetter genießen. Passend dazu gibt es zum Glück an Bord der AIDAnova erstmal auch einen Biergarten am Brauhaus. Kurzum machte ich es mi draußen in der Sonne bequem und schlug kräftig zu.

Dabei darf natürlich nicht das würzige AIDA Zwickelbier fehlen. Zu Essen gab es ein halbes Hähnchen mit Pommes und etwas Salat und Laugenstange von der Salattheke. Die Karte des Brauhauses unterteilt sich übrigens in ein Mittagsangebot und eine Speisekarte für den Abend. Das Hähnchen gibt es beispielsweise nur MIttags bzw. am frühen Nachmittag.

Mein festmahl im Biergarten des AIDAnova Brauhauses.
Mein Festmahl im Biergarten des AIDAnova Brauhauses.

Nach dem Ausflug war diese zünftige Mahlzeit genau das richtige. Wenngleich ich sagen muss, dass ich nicht jeden Tag so deftig essen könnte. Besonders lecker war übrigens das würzige Hähnchen, das ganz ohne trockenes Fleisch daherkam.

Der Besuch im Brauhaus gehört zu einer Kreuzfahrt mit AIDA einfach dazu.

Voice of the Ocean

An dieser Stelle möchte ich auch mal einen Einblick in das Showprogramm geben. An jenem Freitagabend war es wieder Zeit für The Voice of the Ocean. Das beliebte TV-Format ist schon seit einiger Zeit an Bord der AIDA-Flotte zu sehen und erfreut sich nachwievor großer Beliebtheit. Auch auf dieser Reise fanden sich wieder einige Freiwillige, die sich der dreiköpfigen Jury, bestehend aus AIDA-Entertainment Experten zusammen setzte.

Wie im TV-Original werden die Kandidaten von einer Live-Band begleitet.
Wie im TV-Original werden die Kandidaten von einer Live-Band begleitet.

Im Detail läuft es übrigens wie folgt ab: In den Tagen vor der Show gibt es bereits “Castings”, z.B. ein Karaokeabend in der Rockbox Bar. Aus allen Teilnehmern werden dann rund 6-8 Kandidaten für die Show ausgewählt. Diese stellen sich dann in den sogenannten Blind Auditions der Jury und schließen sich, sofern sich eines der Jurymitglieder umdreht, einem Team an. Im Finale wählen die Jurymitglieder dann jeweils einen Favoriten aus ihrem Team aus, die sich nochmal vor dem Publikum beweisen müssen. Am Ende sind es nämlich die Gäste, die die Entscheidung in der Hand haben. Abgestimmt wird ganz einfach mit dem eigenen Smartphone über das Bordportal. Da ich noch etwas sportlich sein wollte, bekam ich die Entscheidung leider nicht mehr mit.

Late Night Volleyball gegen die Crew

Grund war nämlich, dass das Programm für heute Volleyball unter Flutlicht vorsah. Genauer gesagt war es ein Angebot für Gäste und Crew-Mitglieder gleichermaßen. Nachdem sich genügend Mitspieler gefunden hatten, verzichteten wir auf den direkten Vergleich Crew gegen Gäste und mischten die Teams. Mindestens vier verschiedene Nationalitäten standen schließlich auf dem Feld. Beim Spiel wurde kein Ball verloren gegeben. Größter Gegner war an diesem Abend übrigens der böige Wind, der die Flugkurve des Balles gleich mehrfach unberechenbar beeinflusste. Höhepunkt im positiven Sinne war dabei ein Ball der eigentlich von Bord geflogen wäre, aber noch rechtzeitig über den vorhandenen Fangnetzen zurück gepustet wurde. Mein Team entschied übrigens drei der vier Sätze für sich, sodass ich im Anschluss guten Gewissens schlafen gehen konnte.

Tag 4 – Gran Canaria steht Kopf

Kaum war ich an diesem Samstag Morgen wach, lagen wir auch schon im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria. Wie an Tagen mit Passagierwechsel üblich, hatten wir die Insel bereits in den frühen Morgenstunden erreicht. Die Shuttlebusse zum Flughafen starteten nämlich bereits gegen 6:00 Uhr in der Früh.

Frühstück im Fuego

Mir konnte das an diesem Tag zum Glück egal sein und ich startete mit einem Frühstück im Fuego Restaurant in den Tag. Da meine Kabine relativ mittig auf Deck 14 war, musste ich nur zwei Decks nach oben gehen und war schon da. Auch im Fuego ist es morgens längst nicht so voll wie im Marktrestaurant oder Bella Donna.

In Sachen Auswahl unterscheidet sich das Frühstück übrigens nicht vom Angebot im East Restaurant, zehn Decks tiefer. Es gibt ein reichhaltiges Angebot und frische Speisen wie Rührei oder Spiegelei werden laufend frisch gemacht.

Und das beste am Fuego Restaurant ist der Ausblick. So konnte ich bereits beim Frühstück den Blick nach draußen und über Las Palmas schweifen lassen und meinen weiteren Tag planen.

Bereits im Vorfeld hatte ich nämlich gelesen, das an diesem Samstag der Höhepunkt des Karnevals ist. Zum Straßenkarneval in lAs Palmas werden jedes Jahr rund 200.000 Menschen erwartet. Das Ganze begann aber erst am späten Nachmittag und wir lagen bis 22:00 Uhr im Hafen, sodass noch genügend Zeit am Abend war.

Spaziergang durch Las Palmas

Den Vormittag nutze ich daher erst einmal für einen kleinen Spaziergang durch Las Palmas. Mein erster Stopp war das Einkaufszentrum El Muelle, dass sich in direkter Nachbarschaft zum Kreuzfahrtterminal befindet. Dort finden sich nicht nur ein Supermarkt und viele Modegeschäfte, sondern auch gleich mehrere Terrassen mit Blick auf die Kreuzfahrtschiffe. Neben uns lagen erneut die Zenith von Pullmantur und die Marella Dream von Marella Cruises. Es ist übrigens das erste Kreuzfahrtschiff das die Meyer Werft in Papenburg gebaut hat. Genauer gesagt wurde das Schiff 1986, unter dem damaligen Namen Homeric, an die italienische Reederei Home Lines übergeben.

Nur knapp 10 Minuten Fußweg später, stand ich plötzlich am Strand Playa Las Canteras. Auf dem großen und stadtnahen Strand lässt es sich super entspannen. Er ist schnell zu erreichen und bietet sicher daher auch für kurze Ausflüge bei sonnigem Wetter an. Entlang der Promenade befinden sich zudem zahlreiche Restaurants, Bars und Eiscafés. Die Zeit verging dabei mal wieder wie im Flug. Da ich am Abend nochmal los wollte, machte ich mich erstmal wieder auf dem Weg zum Schiff.

Der beste Burger auf See?

Nachdem ich mich kurz in der Kabine erholt habe, war es Zeit ein weitere neues Restaurant an Bord der AIDAnova zu probieren. Nach der bayerischen Mahlzeit am Vortag, hieß es nun Burger Tasting.

Im Best Burger @Sea soll es individuelle Burgerkreationen geben. Als praktisch erweisen sich die Öffnungszeiten da das Restaurant unter anderen Nachmittags zwischen 12:00 und 17:00 Uhr geöffnet hat. Grundsätzlich gilt auch hier, dass das Essen inklusive, Getränke hingegen zusätzlich bezahlt werden müssen. Auf der Karte finden sich verschiedene Snacks wie Chicken Wings oder Onion Rings und eine Vielzahl von Burgern. Zum einem gibt es einige Standardburger und zum anderen jeden Tag einen speziellen Tagesburger. Insgesamt stehen damit einige Burger, dazu zählen auch vegetarische Varianten und Kreationen für Kinder, zur Auswahl.

Ich entschied mich für den Crispy Chicken Burger mit karamellisierten Zwiebeln, Cheddar und Barbecue Sauce. Auswählen kann man auch die Brotsorte (Brioche, Sauerteig, Integral) und als Beilage gibt es immer Steakhouse Pommes und Krautsalat (Coleslaw) dazu.

Da das Restaurant zur Mittagszeit voll belegt war, dauerte es leider zu Beginn etwas bis alle Bestellungen aufgenommen wurden. Entsprechend dauerte es dann auch nochmal 20-30 Minuten bis das Essen kam. Angesichts des Geschmacks des Burgers und der Pommes hat sich das Warten aber gelohnt. Da beim Essen natürlich auch kein Nachtisch fehlen darf, folgte auf den Burger noch ein Apfel-Streuselkuchen mit Vanilleeis. Leider gibt es beim Dessert keine weitere Auswahlmöglichkeit auf der Speisekarte. Der noch warme Kuchen war unglaublich lecker.

Karneval in Las Palmas

Dann war es endlich Zeit für das Highlight des Tages in Las Palmas. Am späten Nachmittag startete der traditionelle Karnevalsumzug im Herzen der Stadt. Ich machte mich also wieder zu Fuß auf den Weg in die Stadt um mir dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen.

Da ich selbst dem Karneval durchaus etwas abgewinnen kann, war ich wirklich gespannt wie der Karneval auf den Kanaren aussieht. Bei meiner Recherche im Vorfeld hatte ich durch die Bilder aus den Vorjahren schon eine Vorahnung bekommen, was mich erwarten könnte. Dass es mit dem deutschen, insbesondere dem rheinländischen Straßenkarneval, nicht zu vergleichen ist, war mir daher schon im Vorfeld klar.

Der Umzug setzte sich um 17:00 Uhr in Bewegung. Ein Ende war weder hier, noch nach Einbruch der Dunkelheit absehbar. Sogar während des Auslaufens sah man noch die blinkenden Lichter in der Stadt. Aber zurück zum Anfang. Der Straßenkarneval auf Las Palmas ist der Höhepunkt vieler Veranstaltungen die im gesamten Februar stattfinden. In den Wochen zuvor werden vor allem die neuen Schönheitsköniginnen und -könige gesucht. Mit eben diesen startet der Umzug dann auch und wird von zahlreichen Samba-Gruppen begleitet. Der Straßenkarneval setzt sich mehr oder weniger aus zwei Teilen zusammen. Zu Beginn steht der traditionelle Part im Vordergrund. Mit viel Kreativität und Rhythmus zeigen die Gruppen mitten durch Las Palmas. Im zweiten Teil folgte dann der „Partyzug“ mit LKWs und vielen feiernden jungen Menschen. Mich erinnerte das vor allem an die frühere Loveparade. Wie gesagt, war auch Stunden später kein Ende in Sicht. Wie groß der Stellenwert des Karnevals auf Gran Canaria ist, zeigte sich auch auf einem der zentralen Plätze der Stadt. Hier stand nicht nur eine riesige Bühne samt Tribüne, sondern auch das regionale Fernsehen parat und begleitete den Umzug mit einer Livesendung.

Für mich war das Ganze ein völlig neues Erlebnis. Da es um 21:30 Uhr wieder „Alle Mann an Bord“ hieß, endete der Karnevalsumzug für mich gegen halb Neun. Entlang der wummernden Bässe von den LKWs und durch das Gewühl von einem Teil der 200.000 Menschen, kämpfte ich mich schließlich wieder zurück zum Schiff. Am Ende des Tages war ich wieder um eine Erfahrung reicher. Als Ausgleich für den Ausflug gab es dann noch eine belegte Laugenstange an Bord bei Brot und Stulle als Mitternachtssnack eine Currywurst.

Nach drei Hafentagen am Stück und vielen Kilometern in den Beinen, war es nun gar nicht so verkehrt, dass der folgende Tag ein Seetag war.

Tag 5 – 1. Seetag – Auf nach Madeira

Weißt du was das schönste an einem Seetag ist? Für mich sind es die Sonnenauf- und untergänge auf hoher See. Es gibt nichts entspannenderes als gen Horizont zu blicken und zu sehen wie die ersten Sonnenstrahlen erscheinen bzw. verschwinden. Voraussetzung dafür ist natürlich gutes Wetter. Auf unserem Seetag nach Madeira war dies definitiv der Fall, sodass viele Gäste den Tag für ein ausgiebiges Sonnenbad nutzen.

Lieblingsplätze an Deck der AIDAnova

Ich hingegen nutzte den Seetag um das Schiff nun noch genauer zu erkunden. Nebenbei machte ich ein paar Videoaufnahmen meiner Lieblingsplätze an einem solchen Seetag. Da das Wetter mitspielte, füllten sich die Außenbereiche auf den obersten Decks schon früh am Tag. Spätestens zur Mittagszeit waren dann auch alle Liegen und Stühle belegt. Da das Rumliegen nicht zu meinen liebsten Beschäftigungen gehört, konzentrierte ich mich auf die schönsten Plätze. Einer dieser Plätze ist in jedem Fall der vordere Liegenbereich direkt am Bug auf Deck 17. Auf neuen Schiffen sind diese Bereiche ja häufig Suitengästen vorbehalten, nicht so auf der AIDAnova. Da die Plätze besonders begehrt sind, ist das ergattern einer Liege nicht weniger schwierig. Zum Glück gibt es auch noch andere schöne Ecken an der frischen Luft. Dazu gehört zum Beispiel der Bereich rund um den Pool in der Nähe des Bugs, bei schlechtem Wetter der Beach Club oder auch der Heckbereich, entweder oben am Four Elements oder unten an der Lanai Bar.

Ich nutze den Großteil des Nachmittags für das Sichten meiner Aufnahmen von den vorherigen Tagen und sortierte diese schon mal vor. Um 17:15 Uhr begab ich mich dann schon wieder Richtung Abendessen. Am Vortag hatte ich nämlich noch einen Platz im Time machine Restaurant ergattern können und war gespannt was mich bei diesem Dinner-Erlebnis erwarten würde.

Auf Zeitreise in der Time Machine

Wie der Name schon sagt, erwartet einem in der Time Machine nicht nur ein leckeres Drei-Gang Menü, sondern auch eine Zeitreise durch die tiefen des Meeres. Mehr möchte ich dazu gar nicht verraten, kann aber sagen, dass es sich auf jeden Fall lohnt. Der Spaß, inklusive Essen und Getränke kostet 14,90€ pro Person. Eine Reservierung ist bereits im Vorfeld über aida.de möglich und auch anzuraten. Jeden Tag gibt es zwei Essenszeiten, um 17:30 Uhr und um 19:30 Uhr

Da nicht nur die Geschichte, sondern auch das Essen ein Geheimnis ist, möchte ich zumindest letzteres lüften. Zur Auswahl stehen bei der Vor-, Haupt-, und Nachspeise immer zwei Variationen. Für die jüngsten gibt es zudem ein Kindermenü. Bier, Wein und Softdrinks sind, genauso wie das Baguette samt Dip das zu Beginn bereits, inklusive. Meine Vorspeise war die die Variation der Forelle und als Hauptgang wählte die das Rinderfilet mit Kartoffelpüree. Alternativen waren Rote Beete Carpaccio und ein Fischgericht als Hauptgang. Bevor ich zum Dessert komme, kann ich sagen das alles bestens geschmeckt hat. Die Qualität ist deutlich besser als in den Buffetrestaurants und die Speisen sind mit Liebe angerichtet. Zum Abschluss unserer Zeitreise konnte ich dann auch nicht beim Erdbeer-Mousse Nein sagen und genoss auch dies in vollen Zügen.

Gegen 18:45 Uhr war dann auch schon wieder alles vorbei und unsere Zeitreise endete wieder. Es war ein tolles Erlebnis und eine faszinierende Dinner-Show, die ich so zum ersten Mal erlebt habe. Wer Theater und das Essen verbinden möchte ist in der Time Machine genau richtig.

Geschafft vom Essen und in Erwartun& unsereres nächstens Reiseziels Madeira machte ich es mir wieder früh im Bett bequem und lauschte zuvor noch etwas dem Meeresrauschen an Deck.

Tag 6 – Madeira

Madeira, die Blumeninsel, daran denkt man sofort wenn man den Namen der portugiesischen Atlantikinsel hört. Das war auch bis vor kurzem bei mir alles was ich über Madeira wusste. Natürlich habe ich mich im vor der Reise auch über Madeira und insbesondere Funchal informiert, sodass ich als wir an jenem Morgen festmachten schon etwas mehr über die Insel wusste.

In Sachen Wetter hielten die Versprechungen schonmal stand. Bereits am frühen Morgen zeigte sich die Sonne von ihrer besten Seite und verwandelte Funchal und die umliegenden Berge in eine wunderschöne Frühlingslandschaft. Auf Madeira endet der Frühling schließlich nie.

Das gute Wetter lockte auch mich früh aus dem Bett und ich verließ das Schiff bereits am Vormittag für einen Landgang. Ein konkretes Ziel hatte ich dabei noch gar nicht vor Augen. Auf meiner Liste standen die Markthalle und der Monte Funchal, der mit einer Seilbahn direkt aus Funchal erreichbar ist.

Blütenpracht in der Markthalle

Wer Funchal zu Fuß erkunden möchte, sollte sich auf ein paar Kilometer Spaziergang einstellen. Natürlich warten am Anleger auch diverse Taxis und verkürzen den Weg in die Innenstadt. Auf dem Weg in die Stadt kann man ganz entspannt an der Hafenpromenade entlang spazieren. Blauer Himmel und der Blick auf das Meer sind allein schon zwei Gründe den Weg zu Fuß anzutreten. Wie sich später herausstellte sollte man dabei auch die Sonnencreme nicht vergessen. Ich hatte sie natürlich mal wieder nicht eingepackt und bekam das dann am Abend zu spüren.

Nichtsdestotrotz gibt es in Funchal so viele schöne Ecken an denen man die Blütenpracht der Insel bestaunen kann. Fans von Flora und Fauna kommen auf Madeira mehr als auf ihre Kosten.

Nach zwanzig Minuten zu Fuß bog ich dann in die Innenstadt und die angrenzende Altstadt von Funchal ab. Etwas unscheinbar, aber dennoch zentral erscheint dann die Markthalle. Wer auf der Suche nach inseltypischen Blumen oder frischem Obst ist, ist dort genau richtig. In einer separaten verkaufen zudem Fischhändler den frisch gefangenen Fisch und filetieren ihn vor den Augen der Besucher.

Mit der Seilbahn in die Berge

An einem solch sonnigen Tag auf Madeira solltest du dir nicht die Aussicht vom Monte Funchal entgehen lassen. Am Ende der Hafenpromenade ist passenderweise die Seilbahnstation die dich in wenigen Minuten auf den Berg bringt. Unterwegs kannst man die Aussicht über den Dächern von Funchal genießen. Doch aufgepasst, an sonnigen Tagen oder wenn besonders viele Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen solltest du etwas Wartezeit mitbringen. Am besten machst du es wie ich und wartest den morgendlichen Ansturm erstmal ab. Am Mittag hatte sich die Warteschlange an der Seilbahn deutlich verkürzt und ich saß nach wenigen Minuten in der Gondel. Tickets gibt es direkt in der Station an einem Schalter oder an einem Automaten. Die einfache Fahrt kostet 11€. Wer, wie ich, auch wieder mit der Seilbahn zurückfahren möchte, zahlt 16€. Viele Touristen entscheiden sich für die einfache Fahrt und legen den Rückweg mit einem der berühmten Korbschlitten und Taxi bzw. Bus zurück oder kaufen die letzten Kilometer bis ins Stadtzentrum.

Oben angekommen bietet sich nicht nur ein toller Blick über die Stadt und den Hafen, sondern auch einige weitere Attraktionen. Dazu gehören neben den besagten Korbschlitten, die kleine Kirche …. in der der letzte österreichische Kaiser begraben liegt, oder der botanische Garten. Letzterer ist durch eine weitere kurze Seilbahnfahrt zu erreichen, die, genauso wie der Eintritt in den botanischen Garten, nochmal extra kostet. Ein Ausflug, der sich angesichts der Blütenpracht auf Madeira aber definitiv lohnt, wenngleich ich an diesem Tag darauf verzichtete. Ich genoss vielmehr die Aussicht und schaute beim Start der Korbschlitten und in der Kirche vorbei und nutze die Aussicht für ein paar Schnappschüsse. Nach etwa zwei Stunden trat ich dann wieder den Rückweg zum Schiff an.

Französische Küche auf AIDAnova

Dort angekommen wurde es nach einer kleinen Verschnaufpause auch schon Abend und damit Zeit für das nächste Restaurant das ich auf meiner Reise ausprobieren wollte. Ich hatte bereits zu Hause über myaida einen Tisch im French Kiss, dem französischen Restaurant an Bord reserviert. Dem ein oder anderen ist das Restaurant bestimmt von anderen Schiffen der Flotte bekannt. Im Restaurant auf Deck 7 sind die Speisen inklusive, Getränke müssen extra bezahlt werden.

Etwas ungünstig finde ich die Lage des Restaurants und die Aufteilung der Plätze. Es gibt einige schöne Sitzecken. Allerdings ist das Restaurant auch gleichzeitig Durchgangsbereich zwischen Theatrium und dem Heck. Dementsprechend ist das Restaurant mehr oder weniger zweigeteilt und besonders an den Gangplätzen ist es daher etwas ungemütlich. Das gilt übrigens auch für das Best Burger @ sea oder für das East Restaurants und für Teile des Oceans.

Das Essen war dafür einwandfrei. Nach einem Beef Tartar als Vorspeise gab es die Selleriesuppe mit Croutons. Als Hauptspeise wählte ich die Variante Fisch, genauer gesagt mit einem gebratenem Doradenfilet. Als Dessert durfte der französische Klassiker Mousse au chocolat natürlich nicht fehlen. Mein Menü war auf jeden Fall sehr lecker, einzig die relativ langen Wartezeiten zwischen den Gängen hätten etwas verkürzt werden können.

Nächtliche Fotosession

Da wir erst gegen Mitternacht aufbrachen, konnte ich die Zeit nach dem Abendessen für einen kurzen Ausflug nutzen. Da die Sonner inzwischen untergegangen war, hatte ich mir vorgenommen noch ein paar Fotos von der AIDAnova im nächtlichen Hafen zu machen. Ich schnappte mir meine Kamera und klemmte mir mein Stativ unter den Arm und ging nochmal Richtung Hafenpromenade. Genau in diesem Moment konnte ich dann auch noch das Ablegemanöver der … erleben. Das gute daran war auch, dass ich danach freien Blick auf die AIDAnova hatte.

Nachdem alles im Kasten war, wurde es dann Zeit mich von Madeira verabschieden. Einer wirklich tollen Insel und ein schönes Kreuzfahrtziel. Bei meinem nächsten Besuch werde ich dann mal weiter fahren um noch mehr von der Insel zu erkunden. Das Auslaufen war dann noch ein Highlight für sich. Im Dunkeln verwandeln sich die Hügel um Funchal in ein wahres Lichtermeer, das selbst noch von weitem zu erkennen ist. Tipp: Viele Kreuzfahrten über Silvester machen hier zum Jahreswechsel halt. Dann erleuchtet ganz Funchal in einem riesigen Feuerwerk, das vom Schiff besonders gut zu sehen ist.

Tag 7/8 – 2. Seetag & Abreise Teneriffa

Am nächsten Morgen hatten wir schon wieder volle Fahrt Richtung Teneriffa aufgenommen und das letzte Reiseziel meiner Kanarenkreuzfahrt hinter uns gelassen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: wir sollten Teneriffa bereits an diesem Abend und damit etwa einen halben Tag früher erreichen. Ein medizinischer Notfall hatte ich die schnelle Überfahrt nötig gemacht.

Zum Verlieben – Die Eisbar

Den Seetag nutze ich noch für einige Videoaufnahmen vom Schiff. Dabei kam ich auch zwangsläufig an der Eisbar auf Deck 8 vorbei. Auf der AIDAnova ist erstmal auch eine kleine Eisdiele, mit selbst gemachten Eis, Bubblewaffeln und Kuchen an Bord. Neben einigen Eisbechern gibt es auch einzelne Kugeln zum Preis von 1€. Wer übrigens mehr auf Softeis abfährt, der sollte übrigens im Fugeo Restaurant vorbeischauen. Dort steht eine Softeismaschine deren Eis inklusive ist. In der Eisbar entschied ich mich für eine Kugel Cassis in der Waffel und machte es mir damit auf dem Lanaideck bequem. Passend zum Eis zeigte sich die Sonne heute nochmal von ihrer besten Seite.

Da im Laufe des Nachmittags nicht mehr viel passierte, springe ich jetzt mal direkt zum Abendessen über. Nach französisch am Vortag, nutze ich die letzte Gelegenheit um das neue Fischrestaurant Oceans zu testen. Damit gibt es übrigens erstmal ein reines Fischrestaurant an Bord von AIDA. Eine Reservierung ist auch hier auf jeden Fall empfohlen.

Das Restaurant setzt sich aus einer offenen Küche, vielen Sitzmöglichkeiten und einer großen Salatbar zusammen. Die Speisekarte ist klein aber fein und für den Hunger zwischendurch gibt es zudem eine Reihe von Fischbrötchen. Ich entschied mich natürlich für vier Gänge. Den letzten Abend an Bord soll man schließlich genießen.

Mein Menü sah wie folgt aus:

  • Vorspeise: Gambas im Knuspermantel mit Glasnudelsalat
  • Suppe: Geeiste Gurkensuppe mit Nordseekrabben
  • Hauptgang: Gegrillte Garnelen mit Senf-Curry Risotto, vorsichtig scharf
  • Dessert: Crème Brûlée

Ganz neu war dabei für mich die wirklich kalte und erfrischende Gurkensuppe. Eine neue Geschmackserfahrung vor allem was die Konsistenz und Temperatur der Suppe angeht, aber super schmeckte. Während beim Hauptgang aufgrund der Schärfe des Gerichts Vorsicht geboten ist, war das Dessert das mit Abstand beste auf meiner ganzen Reise. Eine perfekte Creme Brulee.

Ein Besuch ist das Oceans damit auf jeden Fall wert. Auch hier gilt: Essen inklusive, Getränke müssen bezahlt werden. Aufgrund des Essens lohnt sich das aber. Für mich gehört außerdem auf jedes Kreuzfahrtschiff ein echtes Fischrestaurant. Schließlich liegt nichts näher wenn man schon über die Ozeane schippert.

Da wir unterdessen schon in Teneriffa angekommen waren, nutze ich den unerwarteten Aufenthalt noch für einen Spaziergang bevor es dann leider schon wieder ans Kofferpacken ging.

Auf AIDAsehen

Am nächsten Morgen hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Nach einer Woche voller spannender Eindrücke und Erlebnisse, an Bord wie an Land, war es Zeit zum Abschied nehmen. Da mein Shuttlebus erst um 10:30 Uhr fuhr, war noch ausreichend Zeit zum Frühstücken. Meinen Koffer hatte ich bereits in der Nacht vor die Kabine gestellt und konnte ihn im Hafenterminal abholen.

Und so endete meine einwöchige Kanarenkreuzfahrt mal wieder schneller als gedacht. Auch der Rückflug, eine Direktverbindung nach Düsseldorf, verlief deutlich entspannter als die Anreise. Am Ende bleiben mal wieder viele Erinnerungen und interessante Begegnungen von dieser Reise übrig. Zum Glück ist meine nächste Kreuzfahrt bereits in Sicht.

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