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Vorfreudefahrt Mein Schiff 6

Im Mai 2017 war es Zeit für meine erste Kreuzfahrt. Aus meinem Bekanntenkreis hatte ich schon viel gehört, es allerdings selbst noch nie auf ein Schiff geschafft. Die Vorfreudefahrt der Mein Schiff 6 war daher die perfekte Möglichkeit, die für mich noch neue Urlaubsform zu testen. Letztendlich hat es mir so gut gefallen, dass ich im Anschluss diesen Blog ins Leben gerufen habe.

Die Route: Kiel – Kopenhagen – Hamburg

Die Mein Schiff 6 und die Oslo Fähre in Kiel.
Die Mein Schiff 6 und die Oslo Fähre in Kiel.

Tag 1 – Die Anreise

Für mich als Osnabrücker ist die Anreise nach Kiel relativ unproblematisch. Mit dem Zug kamen wir nach knapp vier Stunden am Kieler Hauptbahnhof an und wurden direkt von TUI Cruises am Bahnhof empfangen. Direkt am Ende des Bahnsteigs hat man die Möglichkeit sein Gepäck abzugeben. Ein Shuttlebus stand ebenfalls bereit, doch wir verzichteten und legten den Weg zum Ostseekai zu Fuß zurück. Angesichts des strahlenden Sonnenscheins eine gute Alternative.

Wie zu Hause

Meine Balkonkabine 7114 an Bord der Mein Schiff 6.
Meine Balkonkabine 7114 an Bord der Mein Schiff 6.

Das Einchecken funktionierte schnell und problemlos. Nach einiger Zeit an Bord konnten wir dann auch endlich unser Zuhause für die nächsten drei Nächte beziehen. Es war eine Balkonkabine auf Deck 7. Genauer gesagt die Kabine 7114. Da die Taufe erst ein paar Tage später in Hamburg folgte, waren wir somit eine der ersten Bewohner dieser Kabine.

Nach einem ersten Rundgang und unserem Abendessen im Gosch Restaurant, legten wir pünktlich um 19:00 Uhr ab. Wir genossen unser erstes Auslaufen und die Fahrt durch die Kieler Förde.

Tag 2 – Kopenhagen

Die Mein Schiff 6 in Kopenhagen.
Die Mein Schiff 6 in Kopenhagen.

Pünktlich zum Sonnenaufgang erreichten wir am nächsten Morgen bereits Kopenhagen. Da wir das erste Mal in der dänischen Hauptstadt waren, hatten wir im Vorfeld über TUI Cruises eine Stadt- und Bootsrundfahrt für 49€ pro Person gebucht. Nach einem kurzen Frühstück im Ankelmannsplatz starteten wir auch direkt mit der Bootsfahrt. Ganz praktisch war es dabei, dass das Boot an einem Anleger hinter dem Schiff anlegen konnte. Ein erster weiterer Weg zum Boot war damit überflüssig.

Boots- und Bustour durch Kopenhagen

Die Bootstour führt durch die engen Kopenhagener Kanäle.
Die Bootstour führt durch die engen Kopenhagener Kanäle.

Die Fahrt führte zunächst entlang der Kleinen Meerjungfrau, der neuen Oper und dem Schloss Amalienborg und weiter durch die Kanäle Kopenhagens. Neben den ganzen Sehenswürdigkeiten gibt es auch eine Reihe niedriger und enger Brücken die zu bewältigen sind. Die Fahrt dauerte rund eine Stunde und endete am Christiansborg Slot. Hier hieß es an Umsteigen in den Bus.

Während der Busfahrt passierten wir unter anderem Nyhavn, das Schloss Rosenborg, die alte Arbeitersiedlung Nyboder und machten noch einmal einen kurzen Stop am Schloss Amalienborg, dem Sitz der dänischen Königsfamilie. Von hier aus brachte uns der Bus dann nach knapp 2 ½ Stunden wieder zurück zum Anlieger Langelinie.

Kopenhagen zu Fuß

Die Meerjungfrau ist der Touristenspot schlechthin in Kopenhagen.
Die Meerjungfrau ist der Touristenspot schlechthin in Kopenhagen.

Nach einem kurzen Snack im Anckelmanns Buffet Restaurant starten wir zu unserem zweiten Landgang. Wir machten uns auf eigene Faust auf den Weg in die Kopenhagener Innenstadt. Zunächst ging es wieder vorbei an der Meerjungfrau und dann über den Festungswall des Kastellets in Richtung Schloss Amalienburg. Wenn man dann weiter gerade ausläuft, kann man Nyhavn mit seinen berühmten farbenfrohen Häusern nicht verfehlen. Vom Anlieger bis hier braucht man zu Fuß etwa 20 Minuten.

Der Hafen Nyhavn in Kopenhagen lädt zum Verweilen und Genießen ein.

Folgt man den bunten Häusern nun Stadteinwärts kommt man zum Kongens Nytorv. Bei unserem Besuch war vom großen Platz aufgrund einer Großbaustelle allerdings nicht viel zu sehen. An den Platz schließt dann auch direkt die Fußgängerzone an. Hier finden sich viele kleine und schicke Läden. Es gibt noch viele lokale Geschäfte die zum bummeln und shoppen einladen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall im Kaufhaus Illums Bolighus (https://www.illumsbolighus.dk), das zentral in der Fußgängerzone liegt. Das Kaufhaus ist prall mit kreativen und dekorativen Dingen, genauso wie mit alltäglichen Haushaltsgegenständen gefüllt. Wer etwas einzigartiges für die eigenen vier Wände sucht, ist hier auf jeden Fall richtig.

Für unsere Füße reichte es dann auch schon wieder für den Tag und wir machten uns langsam auf den Rückweg zum Schiff. Als Route wählten wir dieses Mal den direkten Weg entlang des Wassers. Wenn man sich daran orientiert kann ich Kopenhagen bei der Orientierung eigentlich nichts schief gehen.

Essen und Genießen

Zurück an Bord ruhten wir uns dann erstmal kurz aus und nutzten im Anschluss die Gelegenheit die Mein Schiff 6 noch etwas genauer zu erkunden. Zwischendurch gab es noch einen Döner und Pommes von der Bosporus Snackbar.

Zum Abendessen waren wir dann spontan im Buffetrestaurant. Dort wählte ich die asiatische Variante und stellte mir einen Teller zusammen. Das Essen, in meinem Fall Nudeln, Gemüse und Garnelen, wird dann frisch gebratenen und mit einer zuvor ausgewählten Soße verfeinert. Eine wirklich schöne und gesunde alternative zum normalen Buffet.

Und da die Zeit an Bord so schnell vergeht, hieß es schon bald Leinen los. Das Auslaufen verfolgten wir mit einem Cocktail in der Hand oben an Deck. Vorbei am Trekroner Fort nahmen wir nun Kurs Richtung Nordsee und passierten in der Nacht die nördliche Spitze (Skagen) von Dänemark.

Tag 3/4 – Seetag & Ankunft in Hamburg

Unseren ersten und einzigen Seetag nutzen wir erstmal zum entspannten Ausschlafen. Wie mir der Blick von unserem Balkon verriet, gab es rein wettertechnisch auch wenig GRund zum Aufstehen. Bei maximal elf Grad, grauen Wolken und auch Nebel am Morgen blieb viel Zeit um das innere des Schiffes zu erkunden.

Abkühlung im Pool

Das Pooldeck der Mein Schiff 6.
Das Pooldeck der Mein Schiff 6 am sonnigen Anreisetag in Kiel.

Das Frühstück im Anckelmannsplatz viel dementsprechend relativ kurz aus. Im Anschluss daran wollte ich mir aber dennoch nicht eine kurze Abkühlung im Pool entgehen lassen. Der 25 Meter Pool, wie es ihn auf allen Neubauten ab der Mein Schiff 3 gibt, ist schließlich eine seltenheit auf den Weltmeeren. Also sprang trotz der Temperaturen und einer kühlen Brise an Deck wenigstens kurz rein und schwamm einige Bahnen. Angesichts des Wetters war der Pool entsprechend leer und es war ausreichend Platz für die wenigen Badegäste. Wer regelmäßig schwimmen geht und darauf auch an Bord nicht verzichten möchte, der ist auf jeden Fall bei der Mein Schiff Flotte gut aufgehoben. Nach einigen Bahnen im Wasser setzt ich mich dann noch kurz zum Aufwärmen in den Whirlpool und genoss das Bad unter freiem Himmel.

Pizza am Mittag

Die Osteria an Bord der Mein Schiff 6.
Die Osteria an Bord der Mein Schiff 6.

Nach einer warmen Dusche war es jetzt schon Zeit für das Mittagessen. Angesichts der kurzen Reise ist es eigentlich unmöglich alles einmal auszuprobieren. Wir entschieden uns für die Osteria auf Deck 5. Das Pizza und Pasta Restaurant gibt es übrigens in dieser Form nur auf der Mein Schiff 5 und 6. Die Speisekarte ist unterteilt in Speisen die inklusive sind und ein paar wenige die einen Aufpreis kosten. Wir nahmen beide eine Pizza, samt Dessert. Besonders zu empfehlen ist das Restaurant bei gutem Wetter, dann kann man auch draußen direkt an der Reling das Essen genießen. Bei Nieselregen wie in unserem Fall verzichteten alle Gäste darauf.

Sportlicher ausgleich

Um die Kalrien schnell wieder los zu werden war es im Anschluss an das Mittagessen Zeit für eine kurze Sporteinlage. Nein, wir gingen nicht an Deck joggen oder gar in den Fitnessraum. Unser Ziel hatten wir zufällig am Vortag auf Deck 4 entdeckt. Es war der sogenannte Spielplatz, wo neben Spielekonsolen und Gesellschaftsspielen auch zwei Kickertische parat stehen. Im Gegensatz zur Teenslounge einen Raum weiter, sind hier Erwachsene ausdrücklich erwünscht. Nach einigen Kickerpartien, bei denen ich meist den kürzeren zog, stand daher nicht im Wege. An einem welligen Seetag stelle ich mir das kickern äußerst interessant vor. Eines sei noch gesagt, auch beim Kickern kommt man nach einigen Minuten schnell ins schwitzen.

Nach dem Sport war deshalb wieder etwas Erholung in unserer Kabine nötig. Während es sich meine Freundin auf dem Bett bequem machte, setzte ich mich auf den Balkon und lauschte dem Meeresrauschen.

Am Abend gingen wir nochmal in das allseits beliebte Gosch Restaurant und genossen noch ein letztes Mal die Aussicht und leckeren Fisch. Im Anschluss ließen wir den Tag dann bei einem Cocktail in der TUI Bar ausklingen.

Hamburg in Sicht

Am nächsten Morgen war dann früh aufstehen angesagt. In der Nacht hatten wir bereits die Elbmündung erreicht und fuhren langsam flussaufwärts in Richtung Hamburg. Da ich das Einlaufen in den Hafen nicht verpassen wollte, war ich bereits um 6:00 Uhr auf den Beinen. Das Wetter spielte jetzt auch wieder mit, sodass man eine wunderbare Aussicht auf Blankenese, das Airbus Werk und den Hamburger Hafen hatte.

Die Mein Schiff 6 am Cruise Terminal Altona in Hamburg.
Die Mein Schiff 6 am Cruise Terminal Altona in Hamburg.

Mit diesen schönen Eindrücken endete unsere kurze Kreuzfahrt dann auch schon wieder. Um den Urlaub etwas zu verlängern, hängten wir aber noch zwei Nächte in Hamburg dran. Auch, weil die Mein Schiff 6 am nächsten Tag von der Elbphilharmonie getauft wurde.

Die Aussicht vom Kirchturm des St. Michaelis in Hamburg.
Die Aussicht vom Kirchturm des St. Michaelis in Hamburg in Richtung Speicherstadt und Elbphilharmonie.